E-BIKEN BEI WIND UND WETTER – DARAUF SOLLTEST DU BEI HITZE, KÄLTE UND REGENWETTER ACHTEN

Seien wir ehrlich: Radfahren bei extremer Hitze und Kälte macht nicht immer Spass. Und auch bei Regenwetter gibt es manchmal Schöneres, als sich durch die Elemente zu quälen. Doch nicht nur für uns Menschen können extreme Wetterbedingungen anstrengend sein, sondern auch für die Technik. Doch was machen sommerliche Temperaturen, heftige Regenschauer und Wintereinbrüche eigentlich mit deinem E-Bike? Und wie kannst du dein E-Bike hier schützen? All diese Fragen beantworten wir dir in diesem Blog-Artikel.

DAS PERFEKTE E-BIKE WETTER – WAS IST DIE WOHLFÜHLTEMPERATUR DEINES E-BIKES?

Geht es nach verschiedenen wissenschaftlichen Studien, dann sind 27 Grad die Wohlfühltemperatur des Menschen. Bei dieser Temperatur frieren wir nicht, unser Körper braucht am wenigsten Energie und funktioniert insgesamt am besten. Die Technik ist hier wesentlich unsensibler, dennoch gibt es auch bei Maschinen Temperaturbereiche, in denen sie den besten Wirkungsgrad haben. Beim E-Bike gilt generell: Eine Temperatur zwischen circa 10 und 20 Grad ist optimal für das Rad und seine Komponenten.

DER EINFLUSS VON HITZE, KÄLTE UND NÄSSE AUF DEN E-BIKE AKKU

Wenn es um den Wohlfühlbereich deines E-Bikes geht, steht der Akku besonders im Fokus. Denn Batterien sind gewöhnlich besonders empfindlich im Hinblick auf die äusseren Einflüsse. Zwar funktioniert dein E-Bike Akku auch bei extremen Temperaturen – sowohl bei Kälte als auch bei Hitze – insgesamt ist allerdings alles ausserhalb der Wohlfühlzone suboptimal. Aussentemperaturen von -10 bis -20 Grad im Winter sind dementsprechend auch möglich – viel kälter sollte es aber nicht werden. Genauso sieht es bei Hitze aus: Temperaturen von über 40 Grad können sogar für Beschädigung an der Batterietechnologie sorgen. Aus diesem Grund empfehlen alle Hersteller von E-Bike Akkus auch, das E-Bike an heissen Sommertagen im Schatten abzustellen.

Wenn es um das Thema E-Bike Akku und Nässe geht, dann verfügen moderne Batterien ebenfalls über einen sehr guten Schutz. Prinzipiell sind E-Bikes nämlich wasserresistent und können auch im Regen gefahren werden. Hier unterschieden sie sich nicht von klassischen Velos. Um etwaige Schäden durch Wasser zu verhindern, ist die Elektronik sicher im Inneren des Akkus verbaut und dementsprechend gut geschützt. Auch eine Wäsche mit dem Gartenschlauch sollte deinem E-Bike Akku also nichts anhaben können – auch wenn diese aufgrund der empfindlichen Schaltungs-Komponenten nicht empfehlenswert ist.

Ein Tipp: Am exponiertesten ist dein E-Bike Akku, wenn du ihn aus dem Fahrrad herausnimmst und transportierst. Aus diesem Grund empfehlen wir für diesen Zweck entsprechende Akku-Schutzhüllen. Sie sind ideal auf die Anforderungen beim Transport eines E-Bikes abgestimmt und können Wasserschäden verhindern.

Übrigens: Im folgenden Beitrag erhältst du weitere Tipps, wie du den E-Bike Akku im Winter lagerst und nutzt.

6 Tipps für die E-Bike Akku Lagerung im Winter

DER EINFLUSS VON HITZE, KÄLTE UND NÄSSE AUF DEN E-BIKE ANTRIEB

Der E-Bike Akku ist Teil des Antriebes. Da im Motor einiges an Elektronik verbaut ist, kann auch dieser unter extremen Bedingungen anfällig für die Elemente sein. Hier ist der Temperaturbereich allerdings deutlich breiter gestaffelt als beim E-Bike Akku. Dennoch gilt: Auch der Motor deines E-Bikes kann überhitzen – genauso wie jeder andere Motor im Übrigen auch. Deshalb ist es ratsam, die Motorentemperatur zu überwachen und gegebenenfalls die Fahrt zu unterbrechen, wenn das E-Bike Display vor einer Überhitzung warnt. Dabei müssen es gar nicht erst extrem sommerliche Temperaturen sein, die den E-Bike Antrieb heiss laufen lassen: Schon ein langer Berganstieg unter Volllast kann manche E-Bike Motoren ans Limit bringen. Hier solltest du deshalb unbedingt auf die Empfehlungen des jeweiligen Herstellers achten.

Nasses Wetter ist für E-Bike Antriebe normalerweise überhaupt kein Problem. Die Elektronik ist sicher im E-Bike verbaut und so gut vor Regen, Spritzwasser und Co. geschützt. Was allerdings zum Problem werden kann, ist wiederum richtige Nässe. Du solltest also vermeiden, dein E-Bike durch Flüsse zu schieben oder direkt in einem See zu baden. Dann kann unter gewissen Umständen nämlich Wasser in den Antrieb eindringen und so die empfindliche Elektronik beschädigen.

DER EINFLUSS VON HITZE, KÄLTE UND NÄSSE AUF DAS E-BIKE DISPLAY

Empfindliche Elektronik gibt es auch weiter vorn am E-Bike, nämlich am Display. In der Tat sind Displays aufgrund der LCD-Technologie sehr sensibel, was die Umgebungstemperaturen angeht. So reagieren die Flüssigkristalle im Display genauso auf starke Wärme wie auch auf extreme Kälte und können bei entsprechenden Witterungsbedingungen beschädigt werden. Ein klassischer Temperaturbereich, in dem Liquid Crystal Displays gut funktionieren, ist -10 bis +40 Grad. Wird es kälter oder wärmer, kann das Schäden zur Folge haben. Besonders im Sommer ist daher Vorsicht geboten: Steht das E-Bike nämlich in der prallen Sonne, kann das E-Bike Display auch bei einer Lufttemperatur von 35 Grad schnell deutlich heisser werden. Moderne E-Bike Displays verfügen daher über eine automatische Abschaltfunktion, wenn die Hitze zu hoch wird. Diese funktioniert ähnlich wie die Warnung, die du auf deinem Smartphone bekommst, wenn dieses zu warm wird.

In Sachen Nässe kommt es bei E-Bike Displays ganz auf die jeweilige Schutznorm an. Bei vielen Displays ist beispielsweise IP54 die gängige Norm. Diese Displays sind dann gegen «Staub in schädigender Menge» und «allseitiges Spritzwasser» geschützt. Regen ist also erst einmal kein Problem, im Wasser gebadet sollte der Bildschirm aber nicht werden. Die FIT E-Bike Displays verfügen über die Norm IPX7 und gelten damit als bedingt wasserdicht. Das heisst, dass auch eine Dusche möglich ist, aber das Gerät nicht zu lange im Wasser liegen sollte. Die Remote ist wiederum nach der Norm IPX6 klassifiziert. Sie bescheinigt einen Schutz gegen starkes Strahlwasser.

Übrigens: Bei den FIT Displays warnen wir deshalb auch vor zu intensiver Reinigung. Grundsätzlich solltest du hier auf folgende Regeln achten:

  • Niemals den Bildschirm oder das Bedienelement ins Wasser tauchen. Niemals mit Hochdruckreiniger, Wasserstrahl oder Druckluft reinigen.
  • Niemals Reinigungsmittel nutzen.
  • Den Bildschirm und das Bedienelement immer vorsichtig mit einem feuchten, weichen Tuch reinigen.

DER EINFLUSS VON HITZE, KÄLTE UND NÄSSE AUF DIE WEITEREN E-BIKE KOMPONENTEN

Die wichtigsten E-Bike Komponenten und ihre Empfindlichkeit auf extreme Witterungsbedingungen hast du nun kennengelernt. Aber auch sonst gibt es noch einige Teile am Fahrrad, die unter extremem Wetter leiden können. So ist zum Beispiel das Material der Reifen sehr empfindlich gegenüber Hitze und Kälte. Im Sommer kann sich der Gummi des Reifens durch die Wärme so weit dehnen, dass er platzen kann – vor allem bei schweren E-Bikes oder Reifen mit hohen Luftdrücken wie E-Rennrädern ist dies eine Gefahr, die nicht unterschätzt werden sollte. Genauso können extreme Temperaturen jedoch auch dazu führen, dass der Reifen porös wird und schneller verschleisst. Im Winter ist es ebenfalls ratsam, auf die empfindlichen Reifen zu achten: Durch die Kälte wird das Material hart und spröde – Risse im Gummi sind daher vorprogrammiert.

E-BIKEN BEI WIND UND WETTER – FAZIT

E-Bikes können auch bei Wind und Wetter genutzt werden – allerdings solltest du einige Dinge beachten, um die Elektronik am E-Bike zu schützen. Insbesondere bei extremen Temperaturen ist Vorsicht geboten, da sonst die Gefahr besteht, dass das E-Bike beschädigt wird. Auch das E-Bike Display ist empfindlich gegenüber Hitze und Kälte und sollte daher bei extremen Bedingungen geschützt werden. Im Allgemeinen ist es ratsam, auf das Wetter zu achten und sein E-Bike entsprechend vorzubereiten. So kannst du dir sicher sein, dass du auch bei Hitze, Kälte oder Nässe eine gute Fahrt mit deinem E-Bike hast.

Wie wär’s mit weiteren Tipps? Im folgenden Beitrag erhältst du wichtige Informationen zur Pflege deines E-Bike Motors:

So bleibt dein E-Bike Antrieb FIT

15.11.2022